Die Zeit vom 27.8.2009: Vorsicht Opposition

von Bernd Peuser

Der Artikel von Tillmann Prüfer hat mich immer wieder überrascht. Er beginnt mit Franziska Heine, die die Petition gegen Netzsperren eingereicht hat. Dann geht es weiter mit der explosionsartigen Wachstum der Piratenpartei. Dann folgte für mich die erste Überraschung. Laut Emnid könnten sich 6% der Deutschen vorstellen die Piratenpartei zu wählen. Aber wenn ich mir die Daten von Emnid anschaue, dann frage ich mich woher hat Emnid diese Zahl? Bin ich blind? Unten sind die Zahlen der letzten 4 Wochen.

Weiterhin werden in dem Vergleich zur APO in den 60er Jahren gezogen. Es gibt Ähnlichkeiten. Die Piratenpartei ist Teil einer internationalen Bewegung, dass wurde aber in dem Artikel nicht erwähnt. Ich versuche Kontakte mit den lateinamerikanischen Piratenparteien zu knüpfen. Mir ist eine Deutsche bekannt, die in Schweden( dem Ursprungsland der Piratenpartei) lebt, die Tips an die Piraten in Deutschland gibt. Ja Herr Prüfer, es ist richtig, es kamen die Konzerne. Die betrachteten das Internet als Liftfassäule und Namen als ihr Eigentum. Dann kamen die gierigen Anwälte. Einige Zeitgenossen handelten so eigenmächtig. Ein falsches Wort im Blog und man wird abgemahnt. Ein Plagiat von einer Privatperson auf Ebay angeboten, Abmahnung von einem Anwalt. Neuerdings eine gebrauchte CD aus Privatbesitz auch ein paar tausend Euro Abmahnung. Diesen Leuten kann man nicht erzählen,  dass ein rechtsfreien Raum im Internet existiert, wie ihn Ursula von der Leyen aka Zensursula propagiert. Nicht zu vergessen der Bundestag beschloss keine Patentrechte auf Software, Clement ging nach Brüssel und forderte Patentrechte. Mir fehlen immer noch die Worte über ein solch dreistes Vorgehen.

Ja wir wissen wie das Internet funktioniert. Es ist eine Anarchie die technische Regeln befolgt. Dieses Netz wurde gebaut um einen Atomkrieg zu überstehen. Das Internet wird die CDU und SPD überleben. Das Internet wird noch existieren selbst dann, wenn die CDU in die MDU( Muslimische Demokratische Union) umbenannt wurde.

Die nächste Überraschung war der Song der Bordkapelle und Herr Prüfer fragt wann hat das letzte Mal eine Generation gesungen: „Freiheit, Gleichheit, Demokratie“ Das muss aber sehr sehr lange her sein, wenn „Die Zeit“ es nicht weiß. Für uns ist eine Selbstverständlichkeit. Auch Talibanextremisten haben Menschenrechte, auch wenn unser Innenminister Schäuble diese ihnen absprechen will. Die FDP beansprucht die Bürgerrechte zu vertreten, aber wenn es um Machtposten geht, hat sie sich dieses Jahr schon wieder als Fähnchen im Wind erwiesen.

Eine Kanzlerin die auf den VZ Plattformen gruschelt ist für uns unverständlich. Da sind die Spitzenkandidaten der Piratenpartei uns lieber. Die halten dank der flachen Hierarchie in der Partei direkten Kontakt mit der Basis.

Der Verbraucherschutz hat sich für die Internetnutzer nie so richtig zuständig gefühlt. Wir haben die Politiker gewarnt, sie haben die Sperrgegner nicht verstanden. Es war pure Ignoranz gegenüber unseren Vorschlägen. Von Seiten der SPD war eine mediale Diskussion unerwünscht.

Herr Prüfer hat Recht, dass wir voller neuer Ideen sind. Aber auch diese Bewegung ist international und diesmal werden Ideen innerhalb von Minuten aufgegriffen. Diese Bewegung wird von der Industrie sehr viele Opfer abfordern und ihr viele Geschenke machen.

Klarmachen zum ändern.

Quelle der Zahlen: http://www.wahlrecht.de/umfragen/emnid.htm

Datum CDU/CSU SPD GRÜNE FDP LINKE Sonstige Befragte
26.08.09 36% 24% 12% 14% 10% 4% 3281
19.08.09 36% 23% 12% 14% 10% 4% 3737
12.08.09 35% 24% 12% 14% 11% 4% 3727

2 Antworten to “Die Zeit vom 27.8.2009: Vorsicht Opposition”

  1. Tillmann Says:

    Die Daten ( 6 %) hat Emnid im Juli in einer eigenen Umfrage erhoben. Sie bilden auch keine Wahlabsicht ab, wie die Sonntagsfrage. Du bist nicht blind. Aber manchmal haben Journalisten eben mehr Informationen, als Leute, die nur im Internet recherchieren. Es gibt noch viel mehr da draußen…

    • piratenaltenkirchen Says:

      Eigentlich hast Du die Previewversion gelesen. Ich bin kein Journalist und auch kein Politiker. Der Text ging nur an ausgewählte Twitterer heraus, die die Grammatik und Rechtschreibung prüfen sollten. Danke für Deine Antwort, übrigens lese ich „Die Zeit“ sehr gerne.😉

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